1996

Leute aus dem Spittelhof

Michael Raith

Dass das alte Riehen aus dem Oberdorf und dem Niederdorf bestand, ist bekannt, ebenso die begründete These, das Oberdorf sei das ältere und ärmere der beiden. Trotz bis vor hundert Jahren spürbarer sozialer Gegensätze und einer zwischen beiden Gemeindeteilen angebrachten und «Grendel» genannten Abschrankung, zog und heiratete man über diese Innerortsgrenze. Das Oberdorf lag am heute leider nicht mehr sichtbaren Aubach. In einer der ersten Nennungen der Liegenschaft mit der modernen Bezeichnung Oberdorfstrasse 47/49 ist er erwähnt, heisst sie doch 1531 Haus und Hof «im Oberdorf vor an bach hinden uf das veld». Eigentümer ist 1522 ein «Frydli Brottbeck». Von 1531 bis 1575 sind Vertreter der seit 1421 bezeugten Familie Uringer Besitzer der Parzelle. Ein Hans Uringer tritt im bekannten Zeugenverhör über die Marienpredigt des Riehener Reformators Ambrosius Kettenacker vom 8. September 1522 (RGD S. 168,170) als Zeuge auf: Er wird Sigrist genannt und dürfte der erste uns in Riehen bekannte Vertreter dieses Berufes sein. Vielleicht sind die von 1569 bis 1575 als Besitzer des Hauses an der Oberdorfstrasse genannten Hans und Georg Uringer seine Söhne. Mit ihnen verschwindet das Geschlecht in Riehen.

Fast hundert Jahre lang hören wir nichts mehr über den Hof, seine Besitzer und Bewohner. Erst von anno 1661 datieren neue Informationen: das Areal ist in zwei Teile zerlegt worden. Der eine bleibt bis 1713 und der andere bis 1743 in Riehener Händen. Im ersten Haus wohnt 1661 und danach ein Jakob Stürm. Ihm folgt von 1685 bis 1702 ein Adam Meyerhofer (1631-1709). Seine Familie ist seit 1490 bekannt. Ihr Name weist vielleicht auf eine Abhängigkeit vom Riehener Meierhof hin. Dieser Familienname unterscheidet Adam vom ersten Menschen. Stammvater ist er trotzdem: zwar nicht des ganzen Menschengeschlechtes, aber doch aller heute lebender Angehöriger der Sippe der Meyerhofer von Riehen. Übrigens bleibt der Vorname Adam in Riehen bis ins 19. Jahrhundert hinein populär. Adam Meyerhofers Frau heisst auch nicht Eva, sondern Maria Völlmy (1649-1713) und stammt vermutlich aus Ormalingen. Noch vor ihrem Tod kaufte Anna Margaretha von Rotberg, Witwe des Junkers Friedrich Drais von Sauerbronn (1647-1705), die Liegenschaft. Das Rittergeschlecht Rotberg kennen wir von der gleichnamigen Jugendburg in Metzerlen am Blauennordfuss. Aus der badischen Adelsfamilie Drais von Sauerbronn stammt der Erfinder des Veloprototyps: Karl Friedrich Drais (17851851). Auf der bis 1743 in bäuerlichen Händen verbleibenden Liegenschaft sitzen nach 1661 Angehörige der Bettinger Familie Krebs, was zeigt, dass nicht nur vom Oberdorf ins Niederdorf, sondern auch vom Bergdorf ins Taldorf geziigelt wurde. Eventuell kam die Familie wegen der Gangart eines Ahnen zu ihrem Namen. «Michel Kräbs» wandert - möglicherweise aus Binzen - in Bettingen ein und erscheint dort erstmals 1597 als Vater. Sein 1616 geborener Sohn Nikiaus heiratet die gleichaltrige Maria Gutendorfer, deren Familie aus dem «grossen Hünigen» (= Huningue, Ht-Rhin) stammt. Anno 1685 erbt der Neffe Michael Krebs (1654-1692) das Gut; nach dessen Tod erwirbt es Jakob Gyr (1662-1727), dessen Frau Magdalena Zimmermann (1658-1728) aus dem schaffhausischen Trasadingen stammt.

Wilhelm Tell von Riehen
Bevor das Gut an der Oberdorfstrasse definitiv in die Hände von Baslern übergeht, erscheint der Küfer Hans Teil (1696-1762) als Besitzer. Der Familienname ist auffällig. Gibt es Verbindungen zwischen Riehen und dem urnerischen Schächental, zwischen dem Küfer und dem Armbrustschützen? Diese Frage muss so lange unbeantwortet bleiben, als nicht klar ist, woher denn die Teils nach Riehen eingewandert sind. Der Maurermeister Claus Teil - auch «Dell» geschrieben - taucht um 1660 in der Gemeinde auf. Rund 155 Jahre später erlischt die Familie wieder. Fünf ihrer Angehörigen trugen den Namen Wilhelm Teil. Claus hatte einen Sohn Wilhelm Teil (16791707), ebenfalls Maurer; auch dieser wurde Vater eines allerdings jung verstorbenen Wilhelm (1703-1707). Von Claus Teil (1669-1736), einem weiteren Sohn des alten Claus und wie dieser auch ein Maurer, stammen die Söhne Claus (1692-1756) und Wilhelm (1699-1757) Teil. Sie heirateten Schwestern, der ältere Salome (1692-1768) und der jüngere Maria (1695-1757) Mötsch von Münchenstein. Aus beiden Ehen ging je ein Wilhelm hervor, aus der ersten der nur wenige Jahre alt gewordene Wilhelm (1730-1737) und aus der zweiten der nur wenige Wochen alt gewordene Wilhelm (geboren und gestorben 1733). Da der Vorname Wilhelm in Riehen damals selten war, ist anzunehmen, dass er von den jeweiligen Vätern bewusst gewählt wurde. Der erwähnte Küfer und Hausbesitzer Hans Teil war ein Sohn des ebenfalls erwähnten Maurers Claus Teil, geboren 1669. Hans teilte das Faible seiner Familie für den Vornamen Wilhelm nicht, und so hat auch nie ein Wilhelm Teil im späteren Spittelhof gewohnt.

Die Basler Familie Burckhardt im Oberdorf
Das 1523 in Basel eingebürgerte Geschlecht der Burckhardt entwickelte sich zur zahlenmässig grössten Patriziatssippe. Während Jahrhunderten blieben Familiengeschichte und Baslergeschichte sozusagen deckungsgleich. Auch mit Riehen bestehen mannigfache Verbindungen. Eine davon ist der Spittelhof. Der Jurist und Spitalschreiber Emanuel Burckhardt (1684-1740) kaufte 1727 aus der Erbmasse von Drais-von Rotberg den einen Teil des Gutes im Oberdorf. Er gehörte der auf den Seidenhändler Theodor Burckhardt-Oberriet (1549-1623) zurückgehenden sogenannten Theodorslinie an und war ein Sohn des durch das 1691er Wesen ins Gerede gekommenen Bürgermeisters Christoph Burckhardt (1631-1705): Diesem warf man undemokratisches Verhalten vor. Die Berufslaufbahn des Sohnes verlief ebenfalls unglücklich, wurde er doch 1739 seines Spitalamtes entsetzt. Kurz darauf starb er. Sein gleichnamiger Sohn Emanuel Burckhardt (1719-1765) heiratete im Todesjahr seines Vaters Anna Maria Linder (1721-1787) und übernahm das Gut in Riehen. Er arrondierte es 1743 durch Tausch mit Hans Teil und vereinigte so die beiden früher zusammengehörenden Teile wieder. Auch der jüngere Emanuel erlernte die Juristerei und fun gierte als Spitalmeister, was dem am damaligen Inzlingerweg gelegenen Gut im Oberdorf definitiv den Namen Spittelhof eintrug. Er nahm fremde Dienste an und wurde französischer Offizier. Von seinen elf Kindern sind einige von allgemeinem und einige weitere von speziellem Riehener Interesse. Berühmt wurde der Sohn Emanuel (1744-1820), er wirkte im 1860 in Italien aufgegangenen Königreich beider Sizilien. Es trug diesen sonderbaren Namen, weil man zur Insel Sizilien noch das süditalienische Festland als zweites Sizilien zählte; Hauptstadt war Neapel. In diesem Staat brachte es Emanuel zum General, zum Grafen und zum Vizekönig. Gestorben ist er in Palermo. Ob er beim Blick auf das Tyrrhenische Meer auch einmal an das Aubächlein vor dem Haus seiner Eltern dachte?

Ebenfalls zum General, wenn auch nur zu einem der kurzlebigen Helvetik, brachte es der jüngste und in Frankreich militärisch ausgebildete Sohn Johann Rudolf (1764-1841). In Basel erreichte er lediglich den vergleichsweise niedrigeren Grad eines Oberstleutnants: noch lange blieben schweizerische und kantonale Rangstufen unkoordiniert. Helvetischer Oberst und französischer Ritter war Nikolaus Burckhardt (1746-1818), ein weiterer Bruder. Er schlägt die Brücke nach Riehen zurück, lesen wir doch anlässlich seines Todes folgenden Eintrag im Riehener Register: «gewesener Hauptmann in französischen Diensten ..., nachdem Er die letzten Jahre seines Lebens hier verbracht hatte. Starb an einem Steckfluss». Er war aber nicht nur seine letzten Jahre da. Anna Maria Teil (1734-1809), Tochter des vormaligen Liegenschaftsbesitzers Hans Teil, gab im Juli 1768 bei der Taufe ihres Sohnes Hans Jakob (1768-1839) Nikolaus Burckhardt als Vater an. Schnell wurde die ledige Mutter mit dem verwitweten Schreiner Fridlin Hauswirth (1714-1778) verheiratet, dessen Familienname der Bub auch erhielt. Er ergriff das Schneiderhandwerk und hinterliess keine Kinder. Als letzter Bruder sei Johann Heinrich Burckhardt (17481812) genannt, von ihm heisst es «der sein lebtag immer in Riehen wohnte».

Die Tochter Susanna (1741-1817), ältestes Kind der Eheleute Burckhardt-Linder, ist «geheüratet mit Küfer Stümplin», wie anlässlich der Volkszählung von 1774 festgehalten wird. In der Tat hatte sie 1766 Hans Jakob Stump (1740-1813) von Riehen, damals noch leibeigen und un tertan, geheiratet, was trotz des Stumpschen Reichtums eine ungeheure Mesalliance darstellte. Stump avancierte zwar zum Kirchmeier und Statthalter des Untervogts. Fritz Lehmann (RJ 1966, S. 49) erwägt, ob ihn die Vermessenheit seiner Partnerinwahl das damals höchste Gemeindeamt eines Untervogts gekostet hat. Unter den Nachkommen finden sich zwar einige bedeutende Politiker, wie der Sohn Hans Jakob Stump (1771-1852), Gemeindepräsident, und der Enkel Theobald Stump (1801-1870), Kleinrat (das heisst Mitglied der damaligen Kantonsregierung), doch gehen die meisten als unauffällige Dorfbewohner ihren Weg. Erwähnt sei von ihnen der «Stümpliböbbi» Jakob Stump-Argast (1871-1925): sein von Jean-Jacques Lüscher gemaltes Portrait hängt im Eingangsfoyer des Landgasthofes.

«Emanuel Burckhardts sei. Erben» verkauften 1812 das Gut an den Taglöhner Johannes Wegmann (1774-1842): Das bislang oberschichtige Haus wurde nun grundschichtig. Wegmann stammte aus «Bengel» (= Benglen) in der zürcherischen Gemeinde Fällanden und war vordem «Lehenmann bei Herrn Zäslin». Johann Zäslin-Thurneysen (1743-1813), Basler Bandfabrikant und Zunftmeister, besass an der Schmiedgasse 26 dasjenige Landgut, in welchem 1838 die Taubstummenanstalt Aufnahme finden sollte.

Die Liegenschaft im 19. Jahrhundert
Wegmann verkaufte bekanntlich 1834 den hinteren Teil der Liegenschaft und zwar an den Wegmacher Jakob Meyer-Itin (1796-1859). Sie erhielt die Adresse Oberdorfstrasse 49. Der vordere Teil diente zunächst vor allem Posamentern als Bleibe. Als erster von ihnen übernahm nach dem Tod Wegmanns der 1818 zur Welt gekommene Johann Ludwig Hagmann das Haus. In seiner Heimatgemeinde Sevelen im sanktgallischen Rheintal war über ihn in Erfahrung zu bringen, dass schon sein Vater Johannes Hagmann (1789-1862) 1810 nach Basel gezogen war, wo er als Schneider arbeitete und wegen seiner grossen Familie - er hatte acht Kinder - in äusserst bedrängten Verhältnissen lebte. Mehrfach musste er seine Heimatgemeinde um Unterstützung angehen, 1854 reiste er sogar wegen einer solchen nach Sevelen, wo man ihn aber mit sechs Franken zurückschickte. Der Sohn Johann Ludwig betrieb im in Riehen erworbenen Haus eine Bandweberei. Nachdem es 1848 durch einen Brand zerstört worden war, bat er in Sevelen um Unterstützung für den Wiederaufbau: Er wolle mit Hilfe guter Menschen in Basel und mit eigener Anstrengung sein Heim wieder erneuern. Aus der Armenkasse wurden ihm dafür sechs Taler bewilligt. Trotzdem gelang ihm sein Vorhaben nicht, er musste das Anwesen 1850 verkaufen und neue Schwierigkeiten stellten sich ihm in den Weg. Nach Sevelen kam 1857 die Nachricht, Hagmann sei vor seinen finanziellen Verpflichtungen nach den Vereinigten Staaten geflohen. Er bitte die Heimatgemeinde um einen Beitrag an die 1300 Franken, welche der Nachzug der Familie koste. An der Versammlung stimmten 90 von 172 Bürgern der Gewährung einer Summe von 450 Franken zu. Hoffen wir, Johann Ludwig Hagmann habe in Amerika sein Glück gefunden.

Unter den späteren Mitbesitzern - von 1865 bis 1876 findet sich als einziger Riehener Johannes Mohler-Dickenmann (1823-1904), Landwirt. Sein Grossvater Hans Georg (1721-1793) wurde in den Annalen als «langer Möhler» verewigt. Eine der Schwestern des Enkels starb kurz nach der Geburt an der Ruhr, eine andere hielt sich im Armenhaus auf, ein Bruder wird als übelhörend, ein anderer als taubstumm bezeichnet und ein dritter starb an Dysenterie in Ostindien. Die Schwägerin Elisabeth Mohler-Bertschmann (1829-1901) trug den Dorfnamen «Chleebethy», einer ihrer Söhne war der «Mohlermigger», ein anderer der «Mohlerschängeli». Dieses undifferenziert aufgezählte Mixtum aus Sozialem und Medizinischem soll auf die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch ausgeprägte dörfliche Armut in Riehen hinweisen.

Die Familie Martin
Aus dem verbreiteten Vornamen Martin ist ein ebenfalls verbreiteter Familienname geworden. So treffen wir auch in Riehen zu verschiedenen Zeiten verschiedene Träger des Namens Martin an, zwei von ihnen begründeten alte Dorfgeschlechter. Das eine war mit dem Posamenter Daniel Martin seit 1667 bezeugt, widmete sich vor allem der Seidenweberei und starb 1883 im Mannesstamm aus. Das andere erwarb sich am 25. Mai 1664 mit Jacob Martin von Füllinsdorf Einsitz und damit faktisch wohl auch das Bürgerrecht. Auf des Neubürgers gleichnamigen Sohn Ja cob Martin-Schmid (1674-1738) folgte der Tauner Hans Martin-Jantz (1706-1776) und diesem als Enkel Hans Martin-Wagner (1743-1800), Bauer im Oberdorf. Dessen ältester - 1769 geborener - Sohn hiess wieder Hans oder Johannes, er heiratete Anna Maria Bertschmann (1785-1850) von Bettingen und starb 1826 an Magenbeschwerden. Mit der Familie Bertschmann ging die Familie Martin eine Art Symbiose ein, es gab sechs Ehen Martin-Bertschmann beziehungsweise Bertschmann-Martin. Die beiden Söhne aus der ersten dieser Ehen begründeten zwei blühende Familienäste. Auf den auf den Taglöhner Jakob MartinReutner (1808-1885), wohl nach einer matriarchalen Aszendentin «Mettlerbobbi» genannt, zurückgehenden sei nur insofern eingegangen, als sein Schwiegersohn Johannes Bertschmann (1840-1893) und seine Tochter Anna Bertschmann-Martin (1835-1907) das Anwesen Oberdorfstrasse 49 von 1884 bis 1897 besassen.

Johannes Martin-Oertlin (1805-1863), der andere Sohn, war der Vater der Brüder Wilhelm Martin (1844-1892), Taglöhner, und Gottlieb Martin (1848-1899), Maurermeister. Diese kauften, wie wir wissen, 1885 den Spittelhof. Und in ihren Händen sowie in denjenigen der Nachkommen Gottliebs ist er bis heute, also über 110 Jahre lang, verblieben. Wilhelm ehelichte 1874 Magdalena Sumsander (geb. 1849) von Molsheim im Elsass, sie heiratete nach seinem frühen Tod Fridolin Eichin von Lörrach, der bis 1894 als Hausmiteigentümer erscheint. Dann ging das ganze Haus auf Gottlieb über. Er hatte sich 1888 Maria Maurer (1860-1950) aus Muttenz zur Frau genommen. Nach ihrem Tod teilten sich die beiden noch lebenden ledigen Töchter den Besitz. Die eine, Maria Louise Martin (1890-1978), erhielt wegen ihrer Schönheit und adretten Kleidung den neidvollen Dorfnamen «Goggäggermiggi»; sie arbeitete als Verkäuferin. Emma Margaretha Martin (1894-1996), ihre Schwester, war Näherin. Sie besass künstlerische Neigungen, die ihren Ausdruck im Malen und in bildhauerischen Arbeiten fanden. Der Riehener Nachwelt ist sie erhalten geblieben als von Jakob Probst (1880-1966) geschaffene Skulptur einer Säerin: Die Figur wurde als Geschenk des Kunstkredits 1934 in der Mohrhaldenanlage aufgestellt. Bis 1986 lebte Emma Martin unter einfachsten Bedingungen an der Oberdorfstrasse 47, erst dann trat sie auf Anraten des Arztes in ein Pflegeheim ein, wo sie im August 1996 in ihrem 103. Lebensjahr gestorben ist. Was geschieht nun mit dem Haus?

Obwohl der Spittelhof noch nicht im Verzeichnis der geschützten Bauten verzeichnet ist, hat die Denkmalpflege ihr Interesse angemeldet und das Haus in ihr Inventar aufgenommen. Es ist zu hoffen, dass sich ein Weg zu einer sinnvollen Neunutzung und einer diese ermöglichende Renovation finden lässt. Durch Abbrüche in den sechziger Jahren hat das Oberdorf viel von seinem ursprünglichen Cachet verloren; was noch ist, muss darum bleiben. Im übrigen dürfte es wenige in sozialgeschichtlicher Hinsicht derart widersprüchliche Baudenkmäler wie dieses geben: Allein schon das rechtfertigt seine Erhaltung.

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