1989

Haus zum Wendelin
Das oekumenische Alters- und Pflegeheim in Riehen

Ruth Preiswerk

Am 10. Dezember 1988 ist an der Inzlingerstrasse 50 das ökumenische Alters- und Pflegeheim «Haus zum Wendelin» eröffnet worden. Damit wurde das vielseitige Angebot für die Betagten in Riehen wesentlich erweitert. Ein erfreuliches und von vielen sehnlichst erwartetes Ereignis, das lange und vielschichtige Bemühungen mit Erfolg krönte! Entstanden ist ein grosszügig gestaltetes Haus und Tagesheim. Mit seinen geräumigen Zimmern und der «Rund um die Uhr»-Betreuung bietet das Heim 64 Pensionären Hilfe an, die nicht mehr in der eigenen Wohnung bleiben können. Dass nun für Betagte vermehrt die Möglichkeit besteht, auch nach der Auflösung des eigenen Haushalts in Riehen zu bleiben, macht es den Betroffenen und Angehörigen leichter, diesen unausweichlichen und schmerzlichen Schritt zu akzeptieren.

Bevölkerungsstruktur und Pflegeheimbedarf
Ein wesentlicher Faktor für die Notwendigkeit zusätzlicher Pflegebetten liegt auch für Riehen in der bemerkenswerten Bevölkerungsentwicklung mit ihrem Trend zu einem steigenden Anteil an Betagten, insbesondere an Hochbetagten. Ebenso mitverursachend ist die gesellschaftliche Entwicklung hin zu Kleinsthaushalten; die überwiegende Mehrheit der Betagten wohnt allein.

Die Riehener Einwohner verteilen sich auf folgende Alterskategorien (nach der Gemeindekunde Riehen1), ergänzt um die Zahlen vom 31. Dezember 1985 und vom 22. Februar 1989):

  1970 1980 1985 1989
0 bis 19 Jahre alt
20 bis 39 Jahre alt
40 bis 49 Jahre alt
50 bis 64 Jahre alt
65 bis 74 Jahre alt
75 bis 89 Jahre alt
90 und mehr Jahre alt
30,5%
26,7%
14,3%
16,9%
7,2 %
4,2 %
0,2%
23,5%
24,3%
14,5%
19,9%
10,5 %
6,8 %
0,5%
19,8%
25,2%
14,6%
21,5%
10,2 %
8,2 %
0,5%
17,1%
25,0%
14,3 %
21,9%
11,0 %
9,9 %
0,8%
 

Wohl sind nur etwa fünf bis sieben Prozent der im Ruhestand Lebenden auf einen Heimplatz angewiesen, aber bei der immer noch anhaltenden Zunahme der über Achtzigjährigen - und der damit prozentual verbundenen Zunahme jener Betagten, deren körperliche oder geistige Kräfte abnehmen - ist in der nächsten Zeit mit unverminderter Nachfrage zu rechnen. Es wird weiterhin die ganze Palette der verschiedensten Angebote brauchen - also Alterswohnungen, spitalexterne Pflege und Heimplätze -, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Riehen wies schon seit Jahren eine stolze Anzahl von Altersheimplätzen und ein, wenn auch geringeres, Pflegebettenangebot auf.

Heimplätze für Betagte in Rieben im Jahr 1984
  Altersheim Pflegeheim Geriatrie
La Charmille *
Landpfrundhaus
Dominikushaus *
Humanitas *
Gemeindespital
46
40
56
90
28

21

 




38**
 
       
Total 232 49 38  

* = private Institutionen
** = geplant, zur Verfügung ab 1986

Zu diesen Angaben sind zwei Bemerkungen nötig:
1. Dieses Angebot steht der Riehener Bevölkerung nur teilweise zur Verfügung, weil die genannten privaten Institutionen nicht ausschliesslich gemeindebezogen belegt werden.
2. Die Verbesserung der Wohnsituation für Betagte durch den Bau von Alterssiedlungen und der erhebliche Ausbau der ambulanten Dienste haben die Nachfrage nach eigentlichen Altersheimplätzen (ohne Pflege) merklich zurückgehen lassen, hingegen ist der Bedarf an Pflegebetten angestiegen, da das Eintrittsalter sehr viel höher geworden ist.

Vorgeschichte
Die «Kommission für medizinische Versorgung» klärte als erste im Auftrag des Gemeinderates Fragen der Altersbetreuung ab. In ihrem Bericht vom April 1977 empfahl sie dem Gemeinderat, den Bau eines Altersheims mit 60 Plätzen (möglicher Standort: Kornfeld-Areal) vorzusehen. Sie schlug gleichzeitig vor, diesen Bericht über Altersfragen bei den verschiedenen Organisationen, die sich mit Betagten befassen, in Vernehmlassung zu geben. Das führte zu einer Verschiebung der Forderungen im Bericht, weil im Januar 1978 nicht mehr die Schaffung von zusätzlichen Altersheimplätzen vordringlich erschien, sondern die Einrichtung eines Tagesheims mit ungefähr 25 Plätzen, wie schon ein Vorstoss im Gemeindeparlament angeregt hatte.

Unter verschiedenen in Aussicht genommenen Standorten kristallisierte sich das «Landpfrundhaus» heraus, das den Bürgergemeinden Basel, Riehen und Bettingen gehörte, dessen Bau und Struktur aber veraltet waren und das ohnehin den neuzeitlichen Anforderungen für Pensionäre und Personal dringend angepasst werden musste. Seine Belegung wie auch die Personalrekrutierung waren der einfachen Verhältnisse wegen zunehmend schwieriger geworden.2)

Die Landpfrundhauskommission nahm den Vorschlag, die bauliche Sanierung und den Einbau eines Tagesheims gleichzeitig abzuklären, bereitwillig entgegen und setzte eine Spezialkommission ein, die aus eigenen Vertretern und solchen der Gemeinde Riehen bestand. Im Mai 1979 kam sie nach sehr sorgfältigen Abklärungen zum Schluss, dass nur mit einem Abbruch des bestehenden Gebäudes und mit einem Neubau des Heims - einschliesslich Tagesheim - eine sinnvolle Infrastruktur, optimale Betriebsgrösse und -Abläufe sowie eine gefällige, innere und äussere Gestaltung erreicht werden könnten. Damit konzentrierte sich auf einmal die Lösung für die hängigen Probleme in den verschiedenen Betreuungsformen auf das Areal «Landpfrundhaus», dessen Ausmasse dann indirekt auch die Grösse des Vorhabens beeinflusste.

Jedoch erst der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen des Riehener Gemeinderates mit der Bürgergemeinde Basel erlaubte eine konkrete Weiterführung der Planung auf diesem Gebiet. Nachdem im Februar 1982 die Einwohnergemeinde Riehen rechtsgültig die Miteigentumsanteile der Stadt Basel an der Institution Landpfrundhaus übernommen hatte, erwarb sie die Parzelle, allerdings im Baurecht und mit der Auflage, dass die Landwirtschaft am bestehenden Ort weitergeführt werden könne: eine für Verhandlungen über Parzellenform und Zufahrtswege nicht unbedeutende Auflage!

Zwar hatte der Gemeinderat Riehen inzwischen erheblich Geldmittel für den Bau eines gemeindeeigenen Heims reserviert, wollte aber dieses Haus weder selber bauen noch betreiben. So kam ihm das Angebot des evangelischreformierten Kirchenvorstandes und des römisch-katholischen Pfarreirates von St. Franziskus, sich als Trägerschaft zu bewerben, recht gelegen. Diese ökumenische Trägerschaft wurde am 1. Februar 1985 als «ökumenische Stiftung Alters- und Pflegeheim Riehen» rechtsgültig konstituiert. Damit waren nun - neben der Bürger- und Einwohnergemeinde - auch noch die beiden grossen Kirchen in das Vorhaben involviert. Die überzeugung, sich für eine wichtige Aufgabe einzusetzen und die gegenseitige Offenheit konnten das komplizierte, notwendige Vertragswerk gelingen lassen!

Baugeschichte
Anfang 1984 nahm die von den beiden Kirchgemeinden eingesetzte Planungskommission, zu der später auch eine Delegation der Gemeinde und des Kantons stiessen, ihre Arbeit auf und erhärtete sowohl Bedürfnis als auch Standort. Die im Unterbaurecht zur Verfügung stehende Parzelle bot Raum für die Unterbringung von 60 Pensionären samt Allgemeinräumen und Tagesheim. Einerseits lag dies nach damaligen Berechnungen an der untersten Grenze einer optimalen Betriebsgrösse, wie der Bund sie vorschrieb, andererseits war mit dieser Bettenzahl kein überangebot zu befürchten.

Da der vorgeschlagene Standort den Abbruch eines im Dorfbild vertrauten Gebäudes bedingte, wurde dieses Problem noch einmal eingehend erörtert. Abgesehen davon, dass kein anderes Areal zur Verfügung stand, zeigten sich doch die in verschiedener Hinsicht grossen Vorteile dieses Ortes: kurze Distanz zum Dorfzentrum und Nähe von verschiedenen Alterssiedungen und des Gemeindespitals. Ausserdem hält das öffentliche Verkehrsmittel vor dem Haus, ein Vorteil für Pensionäre, Besucher und Mitarbeiter.

Das Leitbild für ökumenisch geführte Pflegeheime im Kanton Basel-Stadt3) bildete die Grundlage für das Raumprogramm, das im Blick auf den Architekturwettbewerb zusammengestellt werden musste.

Ins Altersheim kommen Menschen, die aus gesundheitlichen, psychischen oder sozialen Gründen nicht mehr die Möglichkeit haben, in ihrer angestammten Umgebung allein zu leben. Daher ist es sehr wichtig, einen Rückzug in die Privatssphäre zu gewährleisten, die Zimmer müssen gross genug und - wenn möglich - Einzelzimmer sein. Nicht nur mitgebrachte Möbel, sondern auch die Gelegenheit, ungestört Besuche zu empfangen, schaffen am neuen Aufenthaltsort Geborgenheit. Um auch auf weitere Sicht verschiedene Verwendungszwecke offen zu halten, erhielt jedes Zimmer eine Nasszelle. Die Zimmer gestatten eine flexible Nutzung und können als Pflege- oder als Altersheimzimmer eingesetzt werden.

Die abnehmende Beweglichkeit ist für viele Betagte eine einschneidende Erfahrung, die durch Kontakte zur Aussenwelt gemildert werden kann. Grossen Stellenwert erhielten eine öffentliche Cafeteria und ein Mehrzweckraum, in dem Anlässe mit und für Heimbewohner stattfinden. Neben den Räumen für das Tagesheim wurden auch noch ein Coiffeuse- und Pédicureraum als Stützpunkt für die umliegenden Siedlungen eingeplant.

Mitte März 1985 hat das Preisgericht einstimmig das Projekt «Kikeriki» der Architekten Wilfried und Katharina Steib mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Einstimmig wurde auch die Empfehlung ausgesprochen, dieses Projekt auszuführen. Im Bericht des Preisgerichts ist zu lesen: «Das Projekt wird den gestellten Aufgaben in hohem Mass gerecht...» Wie treffend diese Aussage war, beweist der Besucherstrom von Architekten und Planern, die seit der Eröffnung zur Besichtigung des Heims kommen.

Auch Stiftungsrat und Planungskommission gingen nun mit grossem Elan an die Arbeit und freuten sich über die architektonische Qualität und betriebliche Gestaltungs möglichkeit dieses Projektes, das jetzt im Detail bearbeitet werden musste. Ebenso stand die Ausarbeitung des Finanzierungsplanes an. Die Gemeinde Riehen legte mit ihrem Beitrag von 7,5 Millionen Franken einen beachtlichen Grundstein an die Anlagekosten von 14,3 Millionen (Stand 1985), für die auch noch 4,3 Millionen Franken Bundes- und Kantonssubventionen4) beantragt werden konnten. Daher musste eine - im Vergleich mit Heimen ähnlicher Bauzeit - kleine Hypothek aufgenommen werden. Diese günstige Ausgangslage mit relativ wenig Fremdgeld wird zur Folge haben, dass der Pensionspreis in einem vernünftigen Rahmen bleiben kann.

Aber dieser Gemeindebeitrag wäre beinahe zum Stolperstein in der Planung geworden, da gegen den diesbezüglichen Gemeinderatsbeschluss das Referendum ergriffen wurde. Nach einer lebhaften Leserbriefkampagne stellte sich aber die Riehener Bevölkerung mit einer Zweidrittels mehrheit hinter das zu bauende Heim und liess den Gemeindebeitrag rechtskräftig werden.5) Ein solches Heim muss auch in der Bevölkerung verwurzelt werden - wie konnte eine Verankerung besser geschaffen werden als anlässlich des Dorffestes vom September 1985? Mit einem Beizli und einem Informationsstand stellte der einige Monate zuvor gegründete «Förderverein Alters- und Pflegeheim Riehen» das Vorhaben vor und verpflichtete sich, an die fehlenden Finanzen einen Beitrag zu leisten.

«Tatkräftige Unterstützung» war der Beweggrund für das «Kikeriki-Fest», das kurz vor Baubeginn Ende August 1986 rund um den Meierhof vom Förderverein zusammen mit den am Bau engagierten Gremien organisiert wurde. Verschiedene Vereine und Gruppierungen quer durch die Bevölkerung machten mit und stellten sich mit ihrem Einsatz hinter das neue Heim. Der finanzielle Erfolg von 30000 Franken war höchst erfreulich.

Bereits am Santiklausentag 1986 fand die Grundsteinlegung statt. Wen wundert's, dass die Schatulle mit all den Dokumenten, die an die bewegte Vorgeschichte erinnerten, kaum Platz fand in der vom Maurer ausgesparten Vertiefung! Nicht nur die Vorgeschichte wurde «ad acta» gelegt, sondern auch der Name «Kikeriki», denn anlässlich dieser schlichten Feier wurde vom Stiftungsrat der aus einem Wettbewerb hervorgegangene Name «Haus zum Wendelin» bekannt gegeben. Wendelin ist der Patron der Landwirte - man denke an die benachbarte Landwirtschaft; er wird aber auch oft als Hirte dargestellt und mahnt so an unsere Lebensreise.

Dann wuchs der Bau ohne grosse Schwierigkeiten in die Höhe. Im Juli 1987 versammelten sich Bauherrschaft und Bauleute zur Aufrichte.

Nochmals zur weiteren Mittelbeschaffung und zur ersten Kontaktnahme mit dem «Haus zum Wendelin» diente das Rohbaufest im September 1987, das nur durch einen Grosseinsatz der am Bau beteiligten Firmen ermöglicht wurde. Sie verwandelten den Bauplatz für ein Wochenende in einen ungefährlichen Tummelplatz, zogen Plastikwände ein, um Nässe und Kälte abzuschirmen, legten Wasser- und Stromleitungen dorthin, wo für das Fest gekocht und gebraten wurde. Die Solidarität der Riehener liess sich durch das unwirtliche Wetter nicht abschrecken, und auch diesem Anlass war ein grosser Erfolg und ein Reingewinn von 45000 Franken beschieden.

Stätte der Begegnung und des Abschieds
Im November 1988 konnten nach zweijähriger Bauzeit wie geplant - die ersten Heimbewohner willkommen geheissen werden. Die Pensionäre des ehemaligen Landpfrundhauses bezogen als erste das neue Heim, und in Etappen folgten dann alle die, die in sorgfältiger und zeitaufwendiger Abklärung aus der über zweihundert Namen fassenden Anmeldeliste ausgewählt worden waren.

Trotz des herrschenden Personalmangels konnten erfreulicherweise alle 45 Stellen besetzt werden. Die Mitarbeiter nahmen ihre Arbeit unter den folgenden Zielsetzungen auf: «Im Zentrum unserer Tätigkeit sollen Nächstenliebe, die Zuwendung zum Dienst an unseren alternden Mitmenschen und die Ehrfurcht vor ihrer Person stehen. Wir wollen in unserem Heim eine Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit schaffen. Unsere Tätigkeiten sollen durch Sorgfalt, Ausdauer, Freundlichkeit und Fröhlichkeit gekennzeichnet sein.

Diesen drei Sätzen versuchen wir Feben zu geben. Mir scheint wichtig, dass die Würde des alten Menschen im Vordergrund steht und dass wir alle Anstrengungen unternehmen, dass das Heim nicht zum Ghetto wird. Das Heim soll ein Treffpunkt, eine Begegnungsstätte sein.»6) Anfang 1989 nahm auch das Tagesheim seinen Betrieb auf. Diesem kommt in besonderer Weise der vom Förderverein geschenkte Bus zugute, da er für den Transport von Personen im Rollstuhl geeignet ist. Mit diesem Bus werden viele der Tagesheimgäste morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht. Manche von ihnen wohnen allein und haben Mühe, für einen geregelten Tagesablauf zu sorgen. Andere kommen ins Tagesheim, damit den pflegenden Angehörigen eine Verschnaufpause zuteil wird. Zur Zeit sind es rund ein Dutzend Personen, die neben verschiedenen Therapieangeboten (Gedächtnistraining, Bewegungsübungen und anderes) vor allem Zuwendung und Betreuung im Tagesheim finden.

«Stätte der Begegnung und des Abschieds» - so titelte die Riehener Zeitung ihren Bericht über die Eröffnung. Diese Kurzbeschreibung hat sich als sehr zutreffend erwiesen. In den Gangnischen mit dem Ausblick in die nähere und weitere Umgebung, in der grosszügigen Aufenthaltszone auf den Stockwerken und vor allem im hellen, geräumigen Speisesaal ist viel Gelegenheit geboten, sich gegenseitig kennenzulernen. Regen Zuspruch findet auch der tägliche Betrieb des «Käffeli» mit seinen freundlichen, freiwilligen Helferinnen, das viele Besucher und Pensionäre zum Verweilen einlädt.

Die Hoffnung, dass Gruppen von aussen mit Darbietungen eine Abwechslung in den Heimalltag bringen, geht in Erfüllung und hat schon viel Freude ins Haus gebracht. Mehr und mehr kommt die Stützpunkt-Funktion zum Tragen, indem Leute aus der Umgebung an kulturellen Anlässen und Gottesdiensten teilnehmen oder das Angebot von Coiffeuse und Fusspflege in Anspruch nehmen.

Für die Mitarbeiter ist das Thema «Begegnung» eine tägliche Erfahrung in der Zusammenarbeit untereinander wie auch im Einfühlen in die persönlichen Bedürfnisse der Pensionäre und im Kontakt zu den Angehörigen.

Andrerseits spielt auch der Abschied eine nicht zu übersehende Rolle, denn im ersten halben Jahr seit der Eröffnung verstarben rund ein Dutzend Heimbewohner. Die ganze Hausgemeinschaft ist jeweils davon betroffen und wird auf einfühlsame Art darüber informiert.

Begegnung und Abschied bleiben bestimmende Momente in dieser Aufgabe. Damit eine warme und offene Atmosphäre jederzeit möglich ist, braucht das Heim weiterhin das Mittragen und die Unterstützung der ganzen Bevölkerung.

Anmerkungen
1) GKRS. 106
2) Rudolf Schmid «Das Landpfrundhaus des Kantons Basel-Stadt in Riehen», RJ1982 3) «Oekumenisch geführte Pflegeheime im Kanton Basel-Stadt. Leitbild 1981»
4) Beschluss des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt vom 15. Mai 1986 5) Abstimmungswochenende 29./30. November / 1. Dezember 1985
6) So der Heimleiter Manfred Baumgartner, in «Ideelle Leitlinien» in Presseorientierung Haus zum Wendelin vom 7. November 1988
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