1986

Eisenerzabbau in Riehen?

Paul Meyer-Maurer

Dem aufmerksamen Beobachter fallen bei Spaziergängen in den Waldgebieten oberhalb von Riehen (von der Eisernen Hand über den Mittelberg bis nach Rührberg) runde Bodensenkungen auf. Diese merkwürdigen Gruben waren für mich schon anfangs der fünfziger Jahre ein Rätsel, als ich als junger Lehrer auf den Höhen über Riehen und Bettingen Grabhügel und Fundamentreste von früheren Bauten zu erkennen glaubte. Ich nahm mit dem heimatkundlich versierten Bettinger Lehrer Paul Schäublin Kontakt auf, der die ihm seit langem bekannten Hügel ebenfalls als Gräber deutete; für die «Löcher» wusste auch er keine Erklärung zu geben. Wir machten auf einem Rundgang den Kantonsarchäologen Rudolf Moosbrugger auf unsere Beobachtungen aufmerksam. Nur eine Grabung könnte Klarheit verschaffen, hörten wir von ihm. Er legte später auf dem Britzigerberg Gräber und im Maienbühl Fundamente eines römerzeitlichen Gebäudes frei. Der Ursprung der Bodenvertiefungen blieb weiterhin ungeklärt. Die publizierten Erklärungsversuche vermochten mich nicht zu befriedigen.

Nach Aussagen von Geologen handelt es sich um Dolinen (Wasserversickerungslöcher). So schreibt Ernst Erzinger1): «Die Dinkelberghochfläche ist arm an Bächen, aber reich an unterirdischen Wasserläufen und Höhlen, die gelegentlich einstürzen und dann an der Oberfläche Einsturztrichter und Wannen bilden. Wer hätte nicht schon von der Höhle bei Hasel, von dem geheimnisvollen See bei Eichen gehört, der zeitweise erscheint und wieder verschwindet, wenn der Wasserstand in den unterirdischen Räu men absinkt! Einen sehr grossen Trichter beobachtet man in der Nähe des benachbarten Rührberg. Aber auch im Banne Riehen gibt es in unmittelbarer Nähe von St. Chrischona Stellen, wo das Wasser in Löchern verschwindet und sich solche Trichter oder Dolinen gebildet haben.» Und Paul Vosseier2): «Durch die Klüfte des Muschelkalkes versickert das Regenwasser. Es erweitert durch Lösung die Spalten und führt oberirdisch zur Bildung der trichterförmigen Hohlformen der Dolinen, die im Wald des Mittelberges gehäuft erscheinen. Der Dinkelberg ist nämlich ein ausgesprochenes Karstgebiet mit Dolinen, geschlossenen Becken, dem episodischen Eichener See und Höhlen (Hasler- und Tschamberhöhle).» Der Kantonsarchäologe Rudolf Moosbrugger dagegen spricht von Grabhügeln, «welche die ganze Hügelkuppe des Maienbühles belegen, von denen etliche im Zentrum trichterförmige Eintiefungen aufweisen, die verdächtig nach Grabplünderung aussehen. Sie liegen zur Hauptsache südlich des römerzeitlichen Gebäudes, während auf der Nordseite etliche flache Eintiefungen im Gelände zu beobachten sind, die sich bisher nicht befriedigend deuten Hessen. So wie ich die Dinge heute sehe, möchte ich vermuten, dass sie die Stellen von abgegangenen Grabhügeln markieren, mit deren Steinmaterial das römerzeitliche Gebäude errichtet worden ist, d. h. sie dienten als Steinbrüche».3) Später rückt er von dieser Deutung ab: «Da hat es allenthalben Löcher, teils von Kreiswälmchen umgeben, oder dann Steinhaufen ähnlich den Grabhügeln im Britzigerwald, das ganze Gebiet möglicherweise eingefasstvon einem kleinen Wall, derauf der Nordwestflanke besonders gut erhalten ist. Fragen Sie bitte nicht, aus welcher Zeit diese Spuren stammen und wie sie zu deutensind.»4)

Meines Erachtens ist zwischen Höhlen, unterirdischen Seen, Dolinen in Senkungen und Gruben auf den Bergkuppen zu unterscheiden. Gegen die Dolinen-Theorie sprechen die an manchen Orten erkennbaren Aufschüttungen um den Rand der Trichtergruben; diese können daher nicht natürlich, sondern nur durch menschliche Einwirkung entstanden sein. Der Vergleich des Riehener Geländes mit Gebieten ähnlicher Bodengestaltung, von denen ich in letzter Zeit Kenntnis erhielt, veranlasst mich, folgende These aufzustellen:

Die auf den nordöstlichen Höhen von Riehen im Gelände erkennbaren und in grösserer Zahl vorkommenden Trichtergruben sind Zeugen frühen Eisenerzabbaus. Es handelt sich um eine mittelalterliche oder noch frühere Eisengewinnung von Bohnerz.

Eisenerz:
Entstehung und Abbau
Eisenerz in Kalksteingebieten bildete sich aufgrund mehrfacher Verwitterung von Gesteinen und chemischer Prozesse. Kalkstein ist gegenüber dem koblendioxidhaltigen Regenwasser wenig widerstandsfähig. Es zerstört den Stein, es entstehen an der Oberfläche Spalten, Klüfte und trichterförmige Hohlformen. Beim Zerstörungsvorgang blieben in Mulden und Spalten eisenhaltige Gesteinsreste zurück und bildeten Eisenerzlager oder braunroten Ton. Eisen in Bohnen- oder Walnussform nennt man Bohnerz, in Form von unregelmässigen Knollen (mit Hohlräumen) Geoden.

Je nach Vorkommen wurden die Eisenerze in früher Zeit im Tagbau, in Grubenlöchern oder in Stollen abgebaut. Seit der Eisenzeit wurde Eisen aus Erzen im Schmelzverfahren, zuerst in Meilern, dann bald auch inschachtförmigen Schmelzöfen aus Lehm, Ziegeln oder Bruchsteinen gewonnen. Die als Eisensauerstoffverbindungen vorliegenden Erze mussten durch Kohlenstoff reduziert und zu metallischem Eisen abgebaut werden. Für die dabei verwendete Holzkohle brauchte man Unmengen von Holz, zuerst den Baumbestand auf dem Grabungsareal. Die Verhüttung wurde in der Nähe grosser Wälder vorgenommen, an denen Raubbau getrieben wurde. Das Eisen wurde zu Barren oder Stangen geschmiedet.

Zur Begründung der These werden drei Gebiete, in denen Trichtergruben erkennbar sind, verglichen: Augsburg - Hertingen - Riehen.

I. Geländebild und Verbreitung
Bild 2 zeigt das Aussehen der Mulden in den Wäldern um Augsburg5). Die Bodenvertiefungen sind kreisrund, haben einen Durchmesser von drei bis zehn Meter und sind ein bis zwei, gelegentlich sogar drei Meter tief. Die Zwischenräume füllen oft wallartige und hügelige Erdaufschüttungen aus. Die Funde um Ausburg gehören zu Tausenden von Gruben, die seit 1875 systematisch im südbayerischen Raum inventarisiert wurden. Mehr als 8000 wurden allein westlich von Augsburg festgestellt.

Bei den Trichtergruben im Waldgebiet zwischen Hertingen6), Tannenkirch, Holzen, Kandern lassen sich ebenfalls Durchmesser von zwei bis acht Meter und Tiefen von 30 Zentimeter bis drei Meter ablesen. Deutlich sichtbar sind dazwischen an verschiedenen Stellen die Hügel mit dem ausgegrabenen Gesteinsmaterial. Es sind auch kurze Gräben mit seitlichen Aufschüttungen erkennbar. Neben zusammenhängenden Grubenfeldern gibt es auch Gebiete mit weit auseinanderliegenden Trichtern (Bild 3). Die Zahl der Gruben im Gebiet um Hertingen schätze ich auf mehrere tausend.

Die im geringerer Zahl in Riehen im begrenzten Gebiet des Maienbühls vorkommenden Gruben sind vom Aussehen her weniger spektakulär. Sie sind manchmal nur als schwache Vertiefungen zu erkennen, weisen aber auch Durchmesser von zwei bis fünf Meter auf und sind 20 bis 100 Zentimeter tief, bei einigen Mulden stellt man am Grubenrand ca. 20 Zentimeter hohe «Kragen» fest. Von den vielen Steinhaufen liegen einzelne neben Bodenvertiefungen. Kürzere Gräben respektive «Wälle» sind erkennbar. Rudolf Moosbrugger hat 1978 einen Plan des Maienbühls publiziert7), auf dem sehr schön das Grubenfeld mit je 60 Mulden und Steinhaufen sowie einigen Gräben kartographiert ist (Bild 5).

Rundlöcher findet man auch vereinzelt auf der Orthalde/Mittelberg (Bild 4), westlich und östlich des Lenzen auf Bettinger Boden, in grösserer Dichte in Deutschland von der Chrischona gegen Rührberg zu. In diesem Bereich sind neben kleinen auch grosse Trichter bis zwölf Meter Durchmesser und zwei Meter Tiefe messbar.

II. Deutungen
Die archäologische Forschung beschäftigte sich schon seit über hundert Jahren mit den Grubenfeldern um Augsburg, die man von Anfang an für künstliche, von Menschen angelegte Gebilde hielt. Man vermutete im 19. Jahrhundert, die Löcher seien militärische Objekte gewesen, die «das Anreiten der feindlichen Kavallerie hindern sollten», oder ehemalige Wohngruben der vorrömischen Bevölkerung. Die Theorie, es handle sich um Eisenerzabbaugruben, entstand, als man nördlich der Donau bei der Untersuchung gleichartiger Bodenformationen Eisenschlacken entdeckte und auch Reste alter Verhüttungsöfen ausgraben konnte. Geologen zweifelten daran, weil sie nutzbare Erzvorkommen im Untergrund verneinten, und Archäologen hatten Bedenken, weil an Ort keine Zeugen von Verhüttungstätigkeit gefunden wurden. Die beiden systematischen Ausgrabungen in den Jahren 1962 und 1964 lieferten jedoch den sicheren Beweis für die Richtigkeit der Theorie.

Keine Deutungsschwierigkeiten hatte man im Gebiet von Hertingen, weil die Eisengewinnung in den Bergwerksbezirken Auggen - Liei - Schliengen - Hertingen Kandern bis Ende der 1860er Jahre betrieben wurde. Ihr ordnete man als Selbstverständlichkeit auch die runden Löcher im Wald zu.

Die bisherigen Erklärungen für die Riehener Gruben sind oben aufgeführt.

III. Grabungsresultate
Die Untersuchungen bei Augsburg zeigten, dass die Gruben sich auf Hochflächen von Geländerücken und Kuppen befinden und eine bestimmte Höhe nicht unterschreiten. Daraus schloss man auf einen Zusammenhang mit den geologischen Gegebenheiten. Im Westen von Augsburg handelt es sich um eiszeitliche, stark verwitterte, völlig entkalkte und mit Decklehm überzogene Schotterablagerungen, im Osten um einen Gerölluntergrund der Süsswassermolasse.

Bei einem Schnitt durch eine Grube konnte man ein lokkeres Kies-Sand-Gemenge als Grubenfüllung unterscheiden von den unberührten Randpartien aus Schotter (Bild 6). Ein ca. acht Meter tiefer trichterförmiger Schacht reichte bis in die darunterliegende gelbbraune Molassesandschicht. Dort waren knollenartige Eisenerzgeoden eingebettet. Nach der Ausbeutung war die alte Schachtanlage wieder aufgefüllt worden, so dass im Anschluss an spätere Nachsackungen nur eine flache Grube zurückblieb. Viele Gruben waren von den Erzgräbern seinerzeit mit Aushubmaterial von benachbarten Schächten überhäuft worden. Sie waren daher nicht mehr sichtbar, man erkannte sie erst nach Abbaggerung einer grösseren Fläche. Von der Schachtsohle gingen seitlich Nischen und stollenartige Ausweitungen aus, in denen nach Eisenerzbrocken gesucht wurde. Spuren alter Auszimmerung waren nicht erkennbar. Durch die Seitenstollen konnte man das Erz auch in den Bereichen zwischen den Gruben bergen. Die Erzknollen waren mengenmässig wohl nicht sehr ergiebig, sie wiesen aber einen sehr hohen Eisengehalt (45-55%) auf.

Beim Bau einer Erweiterung des Hotel-Restaurants Hebelhof in Hertingen stiess man 1975 auf römische Siedlungsspuren. Die Funde - Bohnerzstückchen, Eisenschlakke, Holzkohlenbruchstücke - weisen daraufhin, dass hier Eisen geschmolzen wurde. Verhüttet wurde Bohnerz aus Gruben des nahen Hertinger Waldes. Die Reinerze liegen in taschenförmigen Aushöhlungen im Jurakalk in Höhen von ca. 360 bis 500 Meter, haben Nieren- und Kugelform bis Kopfgrösse und bilden mehr oder weniger zusammenhängende Lager, Adern oder Nester. Die Bohnerze sind in Ton eingebacken und finden sich auch im Hauptrogenstein. Die badischen Eisenvorkommen seien von ausserordentlicher chemischer Reinheit.

Die Berghöhen (ca. 400 bis 500 Meter) in Riehen gehören geologisch zum Dinkelberg, der als Teil des Tafeljuras ein rechtsrheinisches Plateau bildet8); als Kalkplatte steigt er gegen das mittlere Wiesental an. Hier im Kalkgebiet liegen die Trichtergruben. Auf der Orthalde/Mittelberg wurden zwei Handvoll Bohnerzklumpen gefunden9). Grabungen bei Trichtergruben wurden keine vorgenommen. Die Steinhaufen können als Aushubmaterial von daneben liegenden aufgefüllten Gruben erklärt werden. Mulden, «Gräben» können - wie bei Augsburg durch den Zusammenschluss von mehreren Gruben entstanden sein; das ausgegrabene Material wurde daneben als «Wall» abgelagert.

IV. Datierung
Bei den Ausgrabungen der Trichtergruben bei Augsburg kamen keine datierbaren Funde zutage. Ebenso fehlen schriftliche überlieferungen für irgendwelche Bergbautätigkeit in diesem Raum. Die Abbautechnik erlaubt keine zeitliche Bestimmung, da man sich von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit gleichartiger Abbaumethoden bediente.

Aufgrund von Funden aus Niederbayern lässt sich im Vergleich am ehesten auf eine Bergbautätigkeit in der Zeit von ca. 750 bis 1000 n.Chr. schliessen.

Dass in Hertingen die Römer bereits im 1. bis 3. Jahrhundert Eisenerz verhüttet haben, ist erwiesen. Es ist auch wahrscheinlich, dass sie den keltischen Bohnerzabbau in dieser Gegend übernommen haben.

Zur Begründung der These, in Riehen handle es sich um eine mittelalterliche oder noch frühere Erzgewinnung, kann folgendes angeführt werden:

- Urkundliche Aufzeichnungen über Erzbergbau in unserer Riehener Gegend gibt es meines Wissens nicht, obwohl wir für das 14. bis 16. Jahrhundert eine Vielzahl von urkundlichen Belegen von der grundherrschaftlichen Bewirtschaftung der Riehener Güter besitzen. Die Gruben müssen daher in früherer Zeit aufgebrochen worden sein.

- Der Maienbühl (auch Eichbühl genannt) und die Orthalde waren nach verschiedenen Quellen um 1500 Waldgebiet. Beim Erzgraben wurden aber die Bäume abgeholzt, man brauchte Platz zum Graben und Holz zum Verhütten. (Bild 1 zeigt, wie man sich den Maienbühl zur Zeit der Erzgewinnung als Kraterlandschaft vorzustellen hat.) Die Eisenerzgewinnung erfolgte daher früher.

- Die Grabungen bei Augsburg zeigen, dass die ursprünglich 4 bis 10 Meter tiefen Schächte heute nur noch 1 bis 2 Meter tief sind. Die Gruben wurden im Laufe der Jahrhunderte durch Ablagerung von Humus und durch Einwirkung der Forstwirtschaft langsam aufgefüllt oder eingeebnet. (Im Maienbühl sieht man aufgesammeltes Holz, das in die Löcher geworfen wurde.) Viele Gruben in Riehen zeichnen sich nicht so deutlich ab wie in den beiden andern Fundgebieten. Dies lässt auf ein hohes Alter der Trichtergruben schliessen (vorausgesetzt, es handle sich um ähnlich tiefe Gruben).

- Es ist bekannt, dass die Kelten die Verfahren zur Aufbereitung des Eisenerzes und die verschiedenen Bearbeitungsmethoden ebenso vollendet beherrschten wie andere Völker in der Antike. Keltischen Bewohnern unserer Riehener Gegend wird die Erzgewinnungsart im nahe gelegenen Gebiet von Hertingen kaum unbekannt gewesen sein.

Eisenerzfunde in Kalksteingebieten der badischen Nachbarschaft und des Schweizer Juras, zusammen mit der äusserlichen und geologischen Bodengestaltung, die in Riehen ähnlich ist wie in Gebieten, wo sicher Eisen gewonnen wurde, lassen den früheren Eisenerzabbau bei uns als wahrscheinlich erscheinen. Eine bildliche Darstellung des Erzgrabens um 1500 zeigt, wie die bei uns erkennbaren Trichter entstanden sein könnten. Wurden die Gruben nicht wieder zugeschüttet, so blieben am Rand Aufschüttungen oder, je nach Abbauart, auch kürzere oder längere «Wälle» (Steinhaufen) erhalten, wie sie im Maienbühl beobachtet werden können. In der Nähe von zwei grösseren Gruben auf der Orthalde wurden Bohnerzklumpen gefunden. Ob neben den bisherigen (fraglichen) Erklärungen des Namens «Eiserne Hand» nun auch eine Verbindung mit der Eisenerzgräberei im Maienbühl herzustellen ist, müsste separat untersucht werden. Es ist mir klar, dass die hier vorgetragene These vom Erzabbau in früher Zeit in Riehen des eindeutigen Beweises durch eine Grabung bedarf.

Literatur und Anmerkungen
1 Ernst Erzinger, Unsere heimatliche Landschaft, in z'Rieche, ein heimatliches Jahrbuch 1961, S. 6.
2 Paul Vosseier, Gestalt und Bau der Landschaft, in Riehen, Geschichte eines Dorfes, Riehen 1972, S. 14.
3 Rudolf Moosbrugger, Die Ur- und Frühgeschichte, in Riehen, Geschichte eines Dorfes, Riehen 1972, S. 69 (Anm. 79).
4 Rudolf Moosbrugger, Wenn im Wald die Hühner gackern..., Separatdruck (aus Schweiz. Zeitschrift für Forstwesen [129] Nr. 8, 1978, S. 617-628) S. 11.
5 Archäologische Wanderungen um Augsburg, Führer zu archäologischen Denkmälern in Schwaben I, verschiedene Verfasser, Trichtergruben: Hans Frei, Konrad Theiss-Verlag Stuttgart und Aalen 1977.
6 Werner Schär, Hertingen, Aus seiner Geschichte, in Das Markgräfler Land 28. Jg., Heft 1, 1966, und Willi Werth, Römische Eisenverhüttung im «Hebelhof» Hertingen, in Basler Geogr. Hefte Nr. 15, Basel 1977.
7 S. Literatur 4, S. 10. Es ist für diese These ein Glücksfall, dass der Forstverein Basel diese Kartierung durchgeführt hat.
8 Uber die Eisenerzgräberei links des Rheins im Jura berichtet Eugen A. Meier, Basler Erzgräber, Bergwerkbesitzer und Eisenhändler, 143. Neujahrsblatt der GGG, Basel, 1965.
9 R. Moosbrugger berichtet (s. Literatur 3, S. 65 und Literatur 4, S. 1 und 2), dass G. Helmig im Wald vier ortsfremde grosse Sandsteine fand, die das Geviert einer Hütte markieren. Bei der Reinigung der örtlichkeit fanden Damen des Forstvereins Basel zwei Handvoll Bohnerzklumpen und -klümpchen. Obwohl das nächste natürliche Bohnerzvorkommen gute drei Wegstunden entfernt liege, sei hier wahrscheinlich einst Eisen verhüttet worden. - Ich halte die Eisenverhüttung von in weiter Entfernung gewonnenem Erz auf dieser hochgelegenen Bergkuppe (618000/269800) für unwahrscheinlich. In 200-Meter-Nähe befindet sich eine grössere Trichtergrube.

 


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